Landpflanzenreste in versteinertem Baumharz sind relativ häufig. Histologie und Konservierung von Pflanzen, die in Bernsteinen aus der Kreidezeit begraben sind, sind jedoch noch kaum bekannt. In diesem Artikel wird die Struktur der Blattachse eines Nadelbaums (Glenrosa carentonensis) zeigt sich in 100 Millionen Jahre altem undurchsichtigem Bernstein aus Westfrankreich.

PPC-SRμCT, 3D-Darstellungen der Blattachse von Glenrosa carentonensis, Probe IGR.BUZ-7.
PPC-SRμCT, 3D-Darstellung der Blattachse von Glenrosa carentonensis, Exemplar IGR.BUZ-7. (A–C) Seitenansicht; (D–F) Draufsicht; (G–I) Unteransicht. Von links nach rechts wird der äußere Abdruck der Blattachse (A, D, G) schrittweise und praktisch erodiert, um nur die Kutikula freizulegen (C, F, I). Maßstabsbalken = A–C, 5 mm; D–I, 2 mm. Voxelgröße, 14 μm

Moreau et al. untersuchten das Fossil mit einem hochauflösenden 3D-Bildgebungsverfahren und mit Synchrotron-Mikrotomographie, was eine beispiellose Auflösung und Ansichten der Kutikula ermöglicht, die bis auf Zellebene dreidimensional erhalten sind, sowie des Großteils des inneren Gewebes. Die Studie unterstreicht die Komplexität taphonomischer Prozesse, die in Harzeinschlüssen auftreten können, und die Bedeutung der Mikrotomographie für paläobotanische Studien, die sich auf die Erhaltung weichkörperiger Pflanzen in kreidezeitlichem Bernstein konzentrieren.