
Bild: L'Illustration, Dezember 1923/Wikimedia Commons.
Aspirin, eines der bekanntesten pflanzlichen Arzneimittel, wird oft als Analgetikum (zur Linderung leichter Schmerzen), als Antipyretikum (zur Fiebersenkung) und als Entzündungshemmer verwendet. Zu dieser beeindruckenden Liste wurde laut der Arbeit von Peter Rothwell und Kollegen eine potenzielle neue Rolle bei der Verringerung des Krebsrisikos hinzugefügt (The Lancet 377: 31–41, 2011). Der Studie Eine Studie mit rund 25,000 Patienten, hauptsächlich aus Großbritannien, ergab, dass eine niedrige tägliche Dosis Aspirin die Sterblichkeitsrate bei verschiedenen häufigen Krebsarten deutlich senkt. Patienten, die Aspirin erhielten, hatten während des Studienzeitraums ein um 25 % geringeres Risiko, an Krebs zu sterben (und eine um 10 % reduzierte Gesamtsterblichkeit) als Patienten, die das Medikament nicht einnahmen. Dieser positive Effekt auf das Krebsrisiko zeigte sich bereits bei einer niedrigen Tagesdosis von 75 mg. Aspirin ist bekannt dafür, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Risikopatienten zu senken. Die schützende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt jedoch bei gesunden Erwachsenen als gering, und Aspirin erhöht das Risiko für Magen-Darm-Blutungen. Die neuesten Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass der Nutzen von Aspirin das damit verbundene Blutungsrisiko bei älteren Menschen oft überwiegt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Aspirin die negativen Auswirkungen von Cannabiskonsum aufhebt!
